Unsere Arbeit auf Lesbos – Spendenaufruf für Lebensmittelpakete

Unsere Arbeit auf Lesbos geht weiter, für die Menschen in Not. Es sind widrige Umstände, unter denen wir arbeiten müssen, aber wenn es für uns schon schwierig ist, wie wird es dann erst für die Geflüchteten sein?

Der OLAF Bericht hat keine großen Wellen geschlagen, wir sind leider nicht überrascht darüber. Ich bin in Kontakt mit EU-Parlamentarier*innen, wir diskutieren, tauschen uns aus, ich berichte über die Lage der Geflüchteten auf der Insel und was wir als Verein für sie tun.

Wir verteilen nach wie vor einmal wöchentlich Lebensmittel für die Menschen, die außerhalb des RIC Camps auf Lesbos hausen. Auch Frauen- und Babyartikel geben wir aus. Die Menschen sind auf unsere Verteilungen angewiesen, denn der griechische Staat wie auch Europa lassen sie im Stich. Trotz positivem Asylstatus werden sie in die Obdachlosigkeit und Hungersnot gezwungen, weil sie aufgrund fehlender Dokumente keine Arbeit suchen, keine Wohnung mieten dürfen. Es ist eine Schande und es schmerzt uns sehr, dies mit ansehen zu müssen. Das Geringste, was wir tun können, ist Lebensmittel verteilen, Wohnungen für besonders vulnerable Menschen suchen und mieten und emotionale Unterstützung leisten.

Diese emotionale Unterstützung leisten wir vor allem bei Aktivitäten im Gemeinschaftszentrum PAREA, das oberhalb des Camps liegt. Dort bieten wir Sprachkurse (Englisch und Deutsch) an, es gibt eine psychologische Beratung, es finden Feste statt. Wir sitzen dort auch mal mit den Geflüchteten beisammen, unterhalten und tauschen uns aus. Das ist wichtig, weil vor allem die psychische Belastung hoch ist.

Menschen kommen zusammen im Gemeinschaftszentrum PAREA

Auch eine Rechtsberatung wird von Defence for Children International Greece im Zentrum angeboten. Wir finanzieren diese mit, denn es ist extrem wichtig, dass Menschen auf der Flucht auch rechtlich unterstützt werden. Andernfalls würden sie im Dschungel des europäischen Asylrechts untergehen, und den griechischen Behörden liegt es sicher nicht am Herzen, diesen Menschen ein faires Asylverfahren zu bieten.

Rechtsberatung

Auch zwei Jahre nach dem Brand von Moria herrscht hier noch viel Elend und Leid. Der Unterschied? Medial wird es kaum bis gar nicht mehr aufgegriffen. Deshalb sehen wir auch eine Verantwortung darin, regelmäßig über die Zustände auf der Insel und im Camp zu berichten.
Und vor allem auch über die Zustände an den EU-Außengrenzen. Tagtäglich finden hier nach wie vor illegale Pushbacks statt. Es ist grausam und eine Menschenrechtsverletzung vom Feinsten. Menschen werden von der griechischen Küstenwache zurück auf’s offene Meer gebracht. Sie werden von der türkischen Küstenwache eingesammelt und in die Türkei, infolgedessen in ihr Heimatland zurück gebracht. Dort erwartet sie meist Gefängnis, Folter, oder sogar der Tod. Oder sie verenden direkt auf dem Meer, verunglücken und ertrinken, weil sie in einfache Schlauchboote gesetzt werden.

Gegen diese Pushbacks können wir als einfache NGOs leider nicht viel tun, außer aufklären, protestieren, die EU anprangern und mit Politiker*innen ins Gespräch kommen.

Was aber in unserer Macht steht, das ist die Versorgung der Geflüchteten mit dem Lebensnotwendigen. Allerdings haben auch wir in den letzten Wochen und Monate die ansteigenden Lebensmittel- und Lebensunterhaltungskosten stark gespürt. Es wird immer schwieriger, die Geflüchteten adäquat zu versorgen.

Sie können/Ihr könnt immer noch für Lebensmittelpakete für Geflüchtete auf Lesbos spenden! Wir wissen, dass auch das Leben in Österreich schwieriger und teurer wird. Aber diese Menschen brauchen dringend unsere Unterstützung, da zählt jeder Euro!

Spenden können Sie/könnt Ihr unter: https://doroblancke.at/gemeinsam-spenden/

Oder direkt auf unser Vereinskonto:

Flüchtlingshilfe/refugee assistance – Doro Blancke
IBAN: AT93 3842 0000 0002 7516
Paypal: paypal.me/helfedorohelfen

Vielen herzlichen Dank!

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