Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht (UMF) in Österreich
Zustände, die sofort in Ordnung gebracht werden müssen.

Kinder und Jugendliche auf der Flucht:

Ich kenne viele ihrer ganz persönlichen Geschichten. Egal, ob ich sie in Österreich, Griechenland oder Bosnien getroffen habe.
Einige Menschen können nicht verstehen, warum Kinder und Jugendliche alleine diese weite und so gefährliche Flucht auf sich nehmen.

Dafür gibt es viele Gründe:

Eltern verstorben:
in Hochrisikogebieten und Kriegsländern gibt es weder eine Fürsorge noch zahlreiche Einrichtungen, die sich um die Waisenkinder kümmern.

Geschwister entführt oder ermordet:
In Afghanistan passiert es oft, dass radikale Gruppierungen wie die Taliban Söhne und Töchter von den Familien fordern. Söhne, die zu Tötungsmaschinen ausgebildet werden sollen, Töchter, um weitere Tötungsmaschinen zu gebären.

Verkauft, oder an kinderlose Familien weitergegeben:
Die Armut in manchen Ländern ist so groß, dass Familien mit vielen Kindern manchmal eines der eigenen Kinder an kinderlose Ehepaare weitergeben.
Ich kenne Fälle, wo das Kind dann sowohl psychisch als auch physisch missbraucht wurde und in einer Nacht und Nebelaktion geflüchtet ist.

Verantwortungsbewusstsein:
Ich kenne junge Menschen, die haben mit 11 Jahren ihr Zuhause verlassen, weil eines ihrer kleinen Geschwister verhungert ist.
Vater tot, viel zu wenig Einkommen, um die Mutter mit ihren Kindern zu ernähren.
Der Sohn bricht in seiner Verzweiflung auf, um in Europa Arbeit zu finden und seiner Familie zu helfen.

Und viele andere Gründe.

Hier bei uns, nachdem sie über Missbrauch bis Verluste von Freunden, Meeresüberfahrt mit Todesängsten, monatelang in der Kälte, kein Bett, Hunger, usw. alles erlebt haben, landen sie in der Misswirtschaft des BMI, unter Minister Karl Nehammer.
BBU – Bundesbetreuungsagentur

Ca 750 Kinder und Jugendliche auf der Flucht sind in Einrichtungen wie Traiskirchen, usw. „abgestellt“.
Auch wenn man es nicht glauben mag, ohne adäquate Betreuung, ohne rechtliche Obsorge, ohne Ansprechpartner*innen, ohne Liebe.

Der Innenminister weigert sich bis dato, die Tagessätze zu erhöhen, was wiederum die Bundesländer, Landesrät*innen (auch der SPÖ) veranlasst, zu sagen, wir können die Jugendlichen nicht nehmen.

Wir fordern eine sofortige Lösung für die Kinder und Jugendlichen auf der Flucht.
Volkspartei und Die Grünen dürfen sich nicht hinter Ausreden und politischer Trägheit verstecken.
Es wird so viel Geld für parteipolitisch günstige Projekte ausgegeben.
Auf keinen Fall dürfen wir in einem Land wie Österreich Kinder und Jugendliche so zurücklassen, so nachhaltig verletzen.

Es geht um 83 UMFs, die jedes Bundesland noch aufnehmen sollte.
Ich denke, bei entsprechendem politischen Willen sollte das zu schaffen sein.
Es muss noch vor Weihnachten eine Lösung geben, das ist ein realistisches Ziel, wenn es den Verantwortlichen wichtig erscheint, und das sollte es!

Die SPÖ im Parlament hat sich dafür ausgesprochen, weniger erfreulich, dass es in den Ländern zT an SPÖ Landesrät*innen hakt.
Bitte hier auch den dringenden Dialog suchen, Katharina Kucharowits, Nurten Yilmaz.

Die Grünen sind gefordert, dem Koalitionspartner klar zu machen, dass diese jahrelange Vernachlässigung einer so vulnerablen Gruppe auf keinen Fall eine Option sein kann.

Gespannt warten wir auf Ergebnisse:
Vizekanzler Werner Kogler, Sigi Maurer, Georg Bürstmayr.
Als Regierungsmitglieder tragt ihr genauso die Verantwortung wie BK Alexander Schallenberg, Innenminister Karl Nehammer, August Wöginger und alle anderen Regierungsmitglieder.

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