#StopDeportationToAfghanistan-Hannes Stickler

Doro Blancke #StopDeportationToAfghanistan, Allgemein 2 Kommentare

„Glaube, Herz und Verstand sagen mir, dass eine Deportation nach Afghanistan der Menschenwürde widerspricht. Es gilt dagegen aufzustehen, das Wort zu erheben und diese Grausamkeiten sofort zu stoppen“, sagt Diakon Ing. Hannes Stickler.

Hannes Stickler ist Betriebsdirektor der Klinik der Diakonissen in Schladming und vielen Österreicher*innen im Zusammenhang mit dem Fall „Hossein-Lehrling/Afghanistan im Krankenhaus der Diakonissen Schladming“ bekannt. In konsequenter Weise und mit großem Engagement hat er sich gemeinsam mit den Pateneltern von Hossein, der Diakonie und vielen anderen Unterstützer*innen für ein Bleiberecht für Hossein eingesetzt. Wie wir alle wissen darf Hossein nun seine Lehre in Österreich beenden.

Hannes durften wir als herzlichen Menschen kennen lernen, dem der Dialog wichtig ist und der tagtäglich um die Menschen und ihre Anliegen bemüht ist. Herzlichen Dank lieber Hannes für Deine Stellungnahme.

Afghanistan ist ein Land im Krieg. Terror, Korruption und Kampf ums Überleben an der Tagesordnung. Menschen in das gefährlichste Land der Welt abzuschieben widerspricht allen menschlichen und christlichen Grundwerten. Im Moment erschwert der Winter die Situation im Land zusätzlich. Es wüten Schneestürme in Afghanistan und Pakistan, tausende Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten, viele Menschen in ärgster Not, Tote sind zu beklagen.

Wir werden weiterhin konsequent den Dialog mit den politisch Verantwortlichen suchen und gemeinsam unsere Stimme gegen Abschiebungen nach Afghanistan erheben. Denn Abschiebungen nach Afghanistan sind in keinster Weise zu rechtfertigen.

#AfghanistanIsNotSafe #SicherSein #FairnessAsyl #Fairlassen #Menschenwürde #Menschenrechte

https://steiermark.orf.at/stories/3021902/ , http://www.fairness-asyl.at/stopdeportationto-afghanistan/, https://www.sichersein.at/2019/12/06/stopdeportationtoafghanistan/, http://asyl.at/de/info/neuemeldungen/stopdeportationtoafghanistan/

Kommentare 2

  1. Ich bin auch ein wenig mit Unterstützung von Migranten engagiert (Konversation und etwas Mathe–Nachhilfe). Und da muß mich schon sehr zurückhalten, um nicht schreiend und um mich schlagend durchs Land zu laufen, angesichts der miesen Hinterfotzigkeit, mit der rechte Politik und Teile der Verwaltung mit Wehrlosen und im Übermaß Geschundenen regelrecht Fußball spielen.

    Dazu vielleicht eine Info: Wegen eines Gutachters, dem das Bundesverwaltungsgericht nun (endlich) mangels gebotener Unvoreingenommenheit die Vertrauenswürdigkeit aberkannt, und den das Gericht auch aus der Gutachterliste gestrichen hat, wurden Hunderte Asylwerber wieder nach Afghanistan zurückgeschickt.

    Hinweis auf ein Interview mit Hadi Marifat in der ZEIT vom 27.11.2019: „Die deutsche Abschiebepolitik hat keinen Bezug zur Realität“; [ https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-11/sicherheitslage-afghanistan-abschiebungen-fluechtlinge-menschenrechte/komplettansicht ]

    Darin kommt klar heraus, daß es kein „sicheres“ Afghanistan gibt, nicht in Kabul, und schon gar nicht in den Weiten des geschundenen Landes.

    Wir müssen weiter aufmerksam bleiben, ob nicht die Behauptungen des geschaßten „Gut“-achters direkt oder indirekt in weitere Negativbescheide einfließen (Copy&Paste ist ja soooo bequem, und natürlich ohne Quellenangabe!).

    Dies auch im Zusammenhang mit der ominösen „BBU“. Solche Entwicklungen finde ich schon deshalb als einen Brandaschlag auf eine liberale Demokratie, da dies in die Richtung weist: Gesetzgebung, Gesetzesinterpretation und Gesetzesexekution in einer Hand – dann folgt das Recht der Politik einer autoritären Obrigkeit (um nicht das D–Wort zu gebrauchen).

  2. Sit-in im BVwG? Veröffentlichung der RichterInnen-Namen von Abschiebe-Urteilen? Die Leutchen verurteilen schließlich öffentlich „im Namen der (halben) Republik“. Das sind keine Verwaltungsverfahren mehr sondern Strafverfahren.

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