#StopDeportationToAfghanistan – Erich Fenninger

Doro Blancke Allgemein Kommentieren

„ Tausende Tote. Hunderttausende Vertriebene. Das ist die Realität. Wer dieses Afghanistan für sicher erklärt, macht sich mitschuldig.“ Erich Fenninger/Direktor Volkshilfe Österreich

Erich Fenninger, seit Jahren engagiert für Menschen in Not und für Menschen auf der Flucht. Ein Mann, der sehr genau die soziale und politische Situation in unserem Land beobachtet, kennt und sich konsequent für ein gutes Zusammenleben und für vulnerable Gruppen engagiert. Herzlichen Dank lieber Erich für Deine Stimme gegen Abschiebungen nach Afghanistan und Dein Tun.

Afghanistan befindet sich seit Jahrzehnten im Kriegszustand. Kaum jemand aus der Zivilgesellschaft war noch nicht mit den Folgen der Gewalt konfrontiert. Alle Afghan*innen die ich kenne erzählen von Gewalt, Grausamkeiten, Korruption, Radikalismus, oder anderen, menschenunwürdigen Zuständen im Land. Ein Großteil der afghanischen Flüchtlinge befinden sich im Iran. Auch dort sind die jungen Menschen massiv gefährdet. Ausbeutung bei illegaler Arbeit, Menschenhandel, Rekrutierungen in den Syrienkrieg.

Hier in Österreich warten Menschen aus Afghanistan teils bis zu 5 Jahren auf einen Asylbescheid. Viele von ihnen besuchen Deutschkurse, Schulen, erlernen unsere Sprache, schlossen Freundschaften mit Menschen, die hier leben, wurden aufgenommen in Familien. Ihr einziger Wunsch, endlich zur Ruhe kommen und in Frieden leben können. Keine Angst mehr vor Gewalt, um ihr Leben fürchten zu müssen.

Die Angst vor einer Abschiebung nach Afghanistan belastet ihr Leben schwer. Unerträglich! Schlafstörungen, bis hin zur Depression sind die Folge.

Wir fordern von der österreichischen Bundesregierung einen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan. Niemand kann menschenrechtlich eine Abschiebung nach Afghanistan verantworten. Die jungen Schutzsuchenden werden mit etwas Kleingeld vollkommen ungeschützt und ohne Unterstützung in Kabul „ausgesetzt“. Afghanistan ist ein Hochrisikogebiet, Österreich warnt mit Sicherheitsstufe 6. Die wenigsten der jungen Afghanen haben noch Familie, oder Freunde in Afghanistan, die meisten stehen dann mutterseelenallein in einem Hochrisikogebiet auf der Straße. Wie wir wissen, gefundene Opfer für Kriegsführung, Radikalisierung, Drogengeschäfte. Menschen solch einer Situation auszuliefern, ist eines zivilisierten Land nicht würdig und aus Sicht der Menschenrechte auf keinen Fall vertretbar. Es ist ein Verbrechen an Menschen und deren Rechten. Die Abschiebungen nach Afghanistan müssen gestoppt werden.

Wir bitten alle, die diesen Beitrag lesen kurz innezuhalten und einen Beitrag gegen die Abschiebungen nach Afghanistan abzugeben. Schreiben an die politisch Verantwortlichen, Bundeskanzler, Innenminister, Landeshauptleute, Diskussionen anregen, Gruppen bilden, die gegen die Abschiebungen nach Afghanistan agieren. Es gibt viele Möglichkeiten. Es liegt an uns allen, wie lange noch diese unerträglichen Abschiebungen in ein Kriegsland, diese politische Verrohung noch stattfinden kann.

Im Moment sind die Abschiebungen nach Afghanistan wegen Covid19 unterbrochen. Wir hoffen auf jede einzelne Unterstützung, da der Innenminister in einem ZiB Interview bereits angekündigt hat, er wolle die Abschiebungen nach Afghanistan so schnell wie möglich wieder aufnehmen. Abschiebungen nach Afghanistan sind weder menschenrechtlich noch humanitär vertretbar. https://www.sichersein.at/

https://www.volkshilfe.at/wer-wir-sind/team/ Erich Fenninger

#SicherSein #AfghanistanIsNotSafe #Menschenrechte #FairnessAsyl

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