Antje Hochholdinger, Schauspielerin #StopDeportationToAfghanistan

#StopDeportationToAfghanistan – Antje Hochholdinger

Doro Blancke #StopDeportationToAfghanistan Kommentieren

“In Afghanistan herrscht Krieg”, damit sagt die österreichische Schauspielerin und Regisseurin Antje Hochholdinger alles, was zum Thema “keine Abschiebungen nach Afghanistan” gesagt werden muss. In ein Kriegsland abzuschieben, ein Hochrisikogebiet, ist ein Bruch mit den Menschenrechten, den wir auf keinen Fall dulden dürfen.

Die österreichische Bundesregierung plant bereits weitere Abschiebungen nach Afghanistan. Immer wieder wird berichtet, dass “nur” kriminelle Straftäter abgeschoben werden, was a) nicht stimmt und b) die Sache nicht besser macht. Bewusst wird von den jungen Afghanen seitens der Politik und den Medien ein Bild gezeichnet, dass die Grausamkeit einer Abschiebung in ein Hochrisikogebiet rechtfertigen soll.

Doch in der Realität geht es um etwas anderes. Um jeden Preis will man a) die etlichen FPÖ Wähler*innen, die zur ÖVP gewechselt sind “befriedigen” und b) das deutliche Signal nach Afghanistan und andere Länder aussenden “Menschen auf der Flucht sind hier nicht erwünscht!” Bundeskanzler Sebastian Kurz will mit diesen unmenschlichen Maßnahmen, mit “hässlichen Bildern”, wie er es selbst nannte verhindern, dass weitere Schutzsuchende nach Europa, nach Österreich kommen.

Dafür wird in Kauf genommen, dass Menschen jämmerlich im Mittelmeer ertrinken, die Flüchtlingslager in Griechenland überquellen, Lager für 3000 Menschen erbaut beherbergen mittlerweile 20.000 Menschen, darunter etliche Frauen und Kinder, Flüchtlinge werden im Mittelmeer auf schwimmende Inseln ausgesetzt, in Bosnien sitzen 6000 Menschen fest und werden lt. NGO Berichten von kroatischer Polizei schlimmstens misshandelt, Brüche und Hundebisse sind keine Seltenheit! In Österreich warten Refugees bereits 4 1/2 Jahre und mehr auf einen Asylbescheid und werden in dieser Zeit politisch so ausgegrenzt (keine Deutschkurse, keine Arbeitsmöglichkeit, nur in Camps herumhängen und warten, mehr als 4 Jahre (!). Das hat zur Folge und ich denke, das ist den Verantwortlichen auch bewusst, dass viele der Betroffenen zusätzlich zu ihrer Traumatisierung psychisch erkranken, unter Schlafstörungen, schwersten Depressionen leiden, bis hin zu Suizidversuchen und zu Suizid.

1000ende von Menschen in Österreich können diese Unmenschlichkeit, diese unfassbare Vorgehensweise gegen Menschen auf der Flucht nicht ertragen und haben sich die letzten Jahre privat und mit eigenen finanziellen Mitteln um Refugees aus Afghanistan angenommen. Etliche von ihnen haben hier Familien, Freund*innen, Pat*innen gefunden. Viele gehen in Schulen, absolvieren Ausbildungen, sie versuchen hier, unter größter Kraftanstrengung sich ein neues Leben in Frieden und Sicherheit aufzubauen. Wie gut das funktioniert davon berichten viele Erfolgsgeschichten. Die jungen Menschen kommen, eingebettet in einen sozialen Verband, aufgenommen in Liebe, zur Ruhe und können so die Schönheit ihrer Wesen entfalten und ihre Stärken und Freundlichkeit in unsere Gemeinschaft einbringen. Die Antwort der Politik: NGOs werden ausgegrenzt, finanziell ausgehungert, im schlimmsten Fall kriminalisiert.

Es kann und darf nicht sein, dass wir Menschen in ein Kriegsgebiet, in dem Nichts außer Gewalt und Elend auf sie wartet, in dem sie vollkommen auf sich alleine gestellt sind, von Österreich durch die Abschiebung retraumatisiert von Gewalt und Korruption heimgesucht werden. Es gibt keine Möglichkeit für sie in Afghanistan Fuß zu fassen, Arbeit zu finden. Der Großteil der Abgeschobenen wird finanziell von ihren ehem. österreichischen Familien, Freund*innen unterstützt und sie begeben sich erneut verzweifelt auf die Flucht.

Die momentane Covid19 Situation macht das Verlassen des Landes unmöglich. Menschen, die diesen Versuch gewagt haben verloren, wie jüngste Ereignisse zeigten, ihr Leben. Corona wird das Land in eine Hungersnot führen, deren Ausmaße noch in keiner Weise abschätzbar sind. https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2020/04/corona-in-afghanistan-einschaetzungen-von-friederike-stahlmann/

Genau aus all diesen Gründen fordern wir konsequent einen Abschiebestopp nach Afghanistan. Es ist unerträglich und verantwortungslos Menschen diesen Grausamkeiten auszusetzen. Die österreichische Bundesregierung und das sollten wir immer wieder betonen hat die Möglichkeit, trotz negativem Asylbescheid die Abschiebungen in ein Kriegsland aus humanitären Gründen zu stoppen! Wir bitten und fordern daher immer wieder, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Solange Afghanistan dominiert ist von Kriegshandlungen, radikalen Gruppen, Gewalt und Korruption dürfen keine Schutzsuchenden in diese Situation, in dieses Land zurück gebracht werden.

Einen aufrichtigen Dank an alle, die uns bei diesem Anliegen unterstützen, heute ganz besonders an Antje Hochholdinger https://antjehochholdinger.com/vita/

Wir dürfen dieses Unrecht auf keinen Fall hinnehmen!

Weder uns, noch der nächsten Generation ist diese unmenschliche Verantwortung zumutbar. Ich persönlich weigere mich vehement, dieser grausamen politischen Taktik stumm entgegen zu sehen. Solange ich kann werde ich gegen die Abschiebungen nach Afghanistan kämpfen. Und ich hoffe sehr, dass durch Dialog, Auseinandersetzung mit dem Thema und durch Menschlichkeit viele Österreicher*innen diese Forderung unterstützen werden. Es gibt andere Möglichkeiten die großen Herausforderungen zu lösen, Menschen in den Tod zu schicken ist und darf keine Option sein!

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