Solidaritätsmarsch für Moria

Das in Innsbruck initiierte “Wochenende für Moria” hat in relativ kurzer Zeit ganz Österreich bewegt und ermutigt auch in anderen Städten Österreichs diese Camps zu veranstalten. Die Solidarität der Zivilgesellschaft mit den Schutzsuchenden auf den griechischen Inseln und an den europäischen Außengrenzen wie in Bosnien wurde monatelang deutlich sichtbar gemacht. Wir alle fordern mit diesen Aktionen eine menschenwürdige Unterbringung von Schutzsuchenden, schnelle und faire Verfahren und eine Aufteilung der Menschen auf die europäischen Mitgliedstaaten. Die momentane Situation, dass Menschen monate-, jahrelang festgehalten werden, Kinder keine Bildung erhalten, Menschen im Winter in eiskalten Zelten, ohne Heizung, im Sommer in völlig überhitzten Zelten leben müssen, weder ausreichende medizinische, noch psychologische Betreuung erhalten und tagtäglich um existenzielle Bedürfnisse kämpfen müssen, können und wollen wir nicht akzeptieren.

Das Wochenende für Moria/Graz wurde initiiert von Lisa Rücker und der Obfrau unseres Vereins , “Heidrun Primas”. Sie war es auch, die den Fußmarsch von Graz nach Wien anregte und in die Realität brachte. Die Route führt über

Graz-Gleisdorf-Pischelsdorf-Hartberg-Friedberg-Traiskirchen-Mödling-Wien/Ballhausplatz.

Die Gruppe wird sich dann, am 18.6. beim großen UMBRELLA March, in Wien einfinden und mit 1000enden Menschen gemeinsam ein starkes Zeichen für eine faire und humanitäre Flüchtlingspolitik setzen.

Heidrun Primas schickt uns täglich einen kleinen Bericht, ihre persönlichen Gedanken, den/die man hier auf unserer Homepage nachlesen kann.

Tag 1, Graz – Gleisdorf, Gedanken, Heidrun Primas


Wir gehen nach Wien! Heute waren wir 7 Stunden von Graz nach Gleisdorf unterwegs, um hier mit den Menschen von der Solidarregion Weiz zusammen eine Kundgebung mit *feldstellen* zu machen. Gemeinsam praktizierte Solidarität! Am Weg haben wir viel gelacht, weil das Leben schön ist, aber auch viel diskutiert und beraten, wie wir mehr bewegen können. Jedenfalls stärkt die Vernetzung enorm.

Nächtliche Beklommenheit. Mein Zelt ist unzureichend aufgestellt. Der Wind klingt bedrohlich, was, wenn er das Zelt aus der Verankerung hebt? Kommt starker Regen? Wenn alles naß wird, kann ich nicht weiter… Die Leichtigkeit des Tages verloren. Inniges Mitgefühl mit allen, die am Weg sind und nicht ausreichend Schutz finden.

Weitere Infos auf Facebook @WE4MORIAGraz

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5992877/Fluechtlingselend-im-Fokus_Aktivisten-brachen-heute-zu?fbclid=IwAR3sA9xRrzNijPxWQTgJKoDJsW5Z7hseJFbG0V_tm0T3Gfh31rBgZXGh5wo#

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