Solidaritäts-Radfahrt nach Athen für Geflüchtete auf Lesbos

Quer durch Südosteuropa in 18 Tagen. Das hat Alois Giglleitner mit seinem Rad geschafft.
Am 2. März startete seine Solidaritäts-Radfahrt für Geflüchtete auf Lesbos. Sein Ziel: sich ein Bild von der Lage der Geflüchteten auf Lesbos machen und über ein eigens dafür eingerichtetes Spendenkonto Geld für unsere Flüchtlingsarbeit vor Ort sammeln.

Insgesamt 1800 Kilometer legte Alois mit dem Rad zurück. In Klagenfurt begann seine Reise, die ihn über den Loiblpass, durch Slowenien, entlang des Meeres in Kroatien, über eine kurze Strecke durch Bosnien und Herzegowina nach Montenegro, Albanien und schließlich bis nach Athen, Griechenland, führte.

Dabei ist seine Reise nicht immer leicht. Abgesehen von vielen Höhenmetern, die er zurücklegt, muss sich Alois besonders zu Anfang gegenüber den noch winterlichen Temperaturen behaupten. In Kroatien kämpft er gegen anstrengende und teils gefährliche Windböen an – ein Einheimischer rät ihm sogar davon ab, die Fahrt fortzusetzen und lädt ihn stattdessen dazu ein, in seinem Haus zu verweilen. In Albanien macht ihm die Infrastruktur zu schaffen: mal landet er auf der Autobahn, mal auf Schotterpisten (unangenehm zu befahren und schlecht für’s Rennrad und den Allerwertesten!). Dennoch bleibt Alois dran und wird belohnt: atemberaubende Aussichten, erfrischende Meeresluft, freundliche Begegnungen mit Einheimischen, das berauschende Gefühl, am Ende des Tages das Ziel erreicht zu haben und die friedliche Abendstimmung genießen zu können.

Seine Fahrt beschreibt er anschaulich auf seiner Facebook-Seite. Beeindruckende Landschaften, sympathische Einheimische, Luxus und Armut die in Albanien nebeneinander existieren, bellende Hunde, die ihn verfolgen, sind nur einige der Themen, die er aufgreift. Trotz zeitweiser Zweifel, ob es aufgrund der schwierigen Wetterlage sinnvoll sei, die Fahrt fortzuführen, bleibt er schlussendlich optimistisch, ganz nach seinem Motto „Vorwärts geht es immer Schritt für Schritt!“.

Am 19. März kommt Alois in Athen an, nach 1800 Kilometer Fahrt und mit sagenhaften € 4.411 am Konto und damit symbolisch „im Gepäck“!

Die folgenden Tage verbringt Alois auf der Insel Lesbos, um sich ein Bild von der Hilfe für Geflüchtete vor Ort zu machen und selbst mit anzupacken. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er: „Gutes, „normales“ Leben zeichnet sich durch aktuellen Sinn und halbwegs sichere, erwartbare Zukunftsperspektiven aus. Beides haben die im jetzigen Lager „Mavrovouni“ lebenden Menschen aus Afghanistan, Syrien, Äthiopien, Somalia u.a. nicht. Der Tag besteht aus Warten. Auf das Asyl, Pass, die Weiterreise. Im Camp selber gibt es keine Beschäftigungsmöglichkeiten. Daher haben sich einige NGOs zusammen gefunden und bieten in einem ca. 10 min Fußweg entfernten eigenen Bereich verschiedenes an: Werkstätten, Lernmöglichkeiten, Volleyball, Garteln, Café, etc. Auch Einzelberatung bei sozialen Problemen und Rechtsberatungen beim Asylverfahren.
Das habe ich bisher verstanden: es geht darum, dass Leben auch für Geflüchtete mehr sein muss als die notdürftige (mehr ist das in den Container- und Zelt Camps nicht) Abdeckung von Grundbedürfnissen.“ – So ist es, lieber Alois! Auch unser Team von Flüchtlingshilfe Doro Blancke beteiligt sich an diesem Gemeinschaftszentrum namens Parea, welches Geflüchteten verschiedenste Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.

Am 25. März trat Alois mit der Fähre, dem Bus und dem Zug über Athen, Patras und Vendig die Heimreise an, wo er nach drei Tagen wohlbehalten wieder ankam.
Wir danken Dir, lieber Alois, herzlichst für Deinen Einsatz! Tolle Aktion!

Wenn auch Ihr/Sie etwas spenden möchtet/möchten, ist dies möglich über:

Flüchtlingshilfe/refugee assistance – Doro Blancke
IBAN: AT93 3842 0000 0002 7516

Oder per Paypal: paypal.me/helfedorohelfen

Herzliche Grüße,

Doro Blancke und Team

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