Schutzsuchende auf Lesbos

#Lesbos #Moria2

Seit 2 Wochen tun wir wieder unsere Arbeit hier auf Lesbos. Wir haben liebe Bekannte wieder getroffen, uns mit NGOs besprochen, die hier auf der Insel einen wirklich guten Job machen und einige von ihnen unterstützen wir auch wieder.
Endlich sind unsere 1.500 Solarduschen gelandet und 600 kg schöne Spielsachen für Kinder.
Wir sind gerade in der Planung eines Projekts, es mitzugestalten und finanziell zu unterstützen, dass den Kindern im Camp zweimal die Woche ein Frühstück sichert. Wir haben bereits größere Einkäufe für spezielle Frauenpäckchen getätigt (Inhalt: Bodylotion, Shampoo, Binden, Slipeinlagen) Wir können Dank Eurer Unterstützung auch ab übermorgen wieder die Eltern der Neugeborenen mit einem Baby Päckchen versorgen. (Inhalt: Fläschchen, Babyfell, Schnuller, Creme, Puder, Kleidung, Thermoskanne, Babyfell und bei Bedarf auch Milchpulver)
Auch große Kücheneinkäufe für Home For All wurden wieder getätigt.

Eine Geschichte, die mich besonders berührt hat, ich habe Zohel wieder getroffen.
Zohel war seit September immer zur Stelle, wenn ich ins Camp gekommen bin. Sie begleitete mich auf Schritt und Tritt, wollte Englisch lernen und half das Essen von Home For All auszutragen. Ein entzückendes Mädchen aus Afghanistan, die den ganzen Winter über mit ihrer Familie in diesem menschenunwürdigen Camp ausharren musste. Jetzt hat Zohels Familie endlich Asyl bekommen und sie konnten vor zwei Tagen das Camp verlassen.
Da es im Camp keinen einzigen ruhigen Ort gibt an dem man sich unterhalten kann, haben Zohel, ihre Mutter und ich uns am Parkplatz eines Einkaufzentrums getroffen.
Mohammad Ali war so lieb und hat uns begleitet, um noch einige Dinge zu übersetzen.
Es war eine schöne halbe Stunde. Dieses liebenswerte Mädchen, das mir so ans Herz gewachsen ist, welches die unmenschliche Behandlung dieses Camps erleben musste, nachdem sie meinte, nach ihrer traurigen Flucht aus Afghanistan in Sicherheit zu sein, den nächsten Schritt Richtung Freiheit und selbständiges Leben gehen zu sehen. Trotz aller Freude stellte ich mir beim letzten Zuwinken die Frage: „warum tut Europa das diesen Kindern und ihren Familien an?“ Unfassbar schreckliche Unterkunft, zu wenig sanitäre Anlagen, zu wenig Essen, zu wenig medizinische Versorgung, keine Bildung, keine Spielplätze für die Kinder, keine sozialen Räume. Ich wünsche Zohel und ihrer Familie, dass sie jetzt endlich die Geborgenheit einer menschenwürdigen Unterkunft bekommen und dass sie weiter Menschen kennen lernen, die ihnen zeigen und spüren lassen, dass viele Menschen der europäischen Zivilgesellschaft anders denken und handeln, als die politisch Verantwortlichen.

Wenn ihr unsere Arbeit hier auf Lesbos unterstützen wollt, dann gerne unter:

AT93 3842 0000 0002 7516
Oder: https://paypal.me/helfedorohelfen

Wir danken herzlichst!
Wichtig ist uns festzuhalten, egal wieviel #Katastrophenhilfe wir hier leisten, unser oberster Wunsch ist es, dass dieses Camp evakuiert wird, denn es ist und bleibt ein eklatanter Bruch mit den Menschenrechten!
Dafür kämpfen wir.
#EvacuateNow #Moria2 #moria2#Courage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.