Neuer Tag auf Lesbos – Kara Tepe/Moria

Doro Blancke Lesbos - Moria 2 Kommentare

Was wir hier tun ist unserer Meinung nach #Katastrophenhilfe, dringen notwendige.

Auf keinen Fall wollen wir dies als Dauerzustand sehen. Das neue Lager #KaraTepe gehört dringend EVAKUIERT, auf keinen Fall dürfen wir diese Zustände zur Kenntnis nehmen, sie akzeptieren, geschweige denn uns an sie gewöhnen. Niemals!

Ab morgen darf #HomeForAll im Camp unterstützen, Essen liefern für besonders vulnerable Gruppen. Hier unterstützen Helga und ich mit Essen verpacken und ausliefern. Es ist wunderbar zu wissen, mit welcher Sorgfalt und Liebe zu den Menschen Katharina mit ihrem Team kocht, innigen Dank!

Helga und ich haben heute die Vorbesprechungen für 2 geplante, konkrete Unterstützungsprojekte direkt für die Menschen in Kara Tepe geführt. Wir gehen davon aus, dass diese bewilligt werden. Wir bitten Euch zu verstehen, dass alle Gespräche und Zusagen abgeschlossen sein müssen, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gehen. Die Richtlinien sind hart und wenn man helfen will, direkt vor Ort, müssen wir kooperieren. Alle, die mich kennen wissen, dass dies auch sehr gut in Spielfeld2015 gelungen ist, Helga bringt Nickelsdorferfahrungen mit.

Am Nachmittag war ein Glücksmoment.

Wir trafen 3 junge afghanische Frauen. Mit 2 davon waren wir bereits im Vorfeld in Kontakt. Loredana eine zuverlässige Freundin und Helferin hat uns vernetzt. Die 3te, trafen wir auch vor dem Camp. Wie stark, liebend, welch schöne junge Menschen sie sind. Es berührt mich zutiefst, die Schönheit ihrer Wesen. Trotz all dem Elend sind sie in der Liebe geblieben.

S. Hat mit ihrer Schwester M. Kinder in Moria unterrichtet, Eigeninitiative! Sie will unbedingt wieder was machen, auch wenn sie hofft, dass sie endlich dieser „Hölle“ entkommt.

R. erzählt uns eine Geschichte, die mit unserer Heimat, Österreich zu tun hat. Unsere Herzen weinen bei jedem Wort, das sie spricht. Eine wunderschöne junge Frau, hier mit ihrem minderjährigen Bruder, den sie behütet. Und so geschunden, verletzt, wir verstehen vieles nicht, was wir Menschen, jungen Wesen, die vom Krieg, vor Extremismus flüchten, antun. Sie in Camps wie Moria, Kara Tepe festhalten, weil es niemanden interessiert. Wenn der Fall abgeschlossen wird, worum wir uns bis aufs Äußerste bemühen werden, dann werden wir berichten. Versprechen tun wir hier niemandem etwas, das wäre ein nicht akzeptabler Fehler, doch wir kennen unseren Auftrag.

Abends treffen wir jetzt noch Kilian Kleinschmidt, der heute hier gelandet ist und intensiv um eine größere, europäische Lösung bemüht ist.

Die Arbeit hier ist so vielfältig, so herausfordernd und trotzdem gibt es 2 wichtige Dinge immer wieder zu sagen:

Ohne Euch könnten wir hier nichts tun, denn Hilfe vor Ort kostet auch Geld. Bis her konnten wir 5000 Masken bestellen, landen hier morgen, dann Verteilung. 4000€ in an HomeForAll (Lebensmittel) geben, Pampers und Einlagen für rund 700€, können wir auch jederzeit nachkaufen. Wir danken von ganzem Herzen innigst, es geht nur im WIR.

Morgen beginnen wir, neben der Küchenhilfe, Essen verpacken und liefern, das nächste, akute Projekt. Wir berichten. #HilfeVorOrt, direkt zu den Menschen.

In großer Verbundenheit mit den Not leidenden Menschen hier vor Ort, mit unseren Familien und engsten Freund*innen, die uns durch Gespräche, Songs schicken, Telefonaten, nachrichten so viel Kraft schenken, mit allen Kolleg*innen, die zuhause dringend notwendige, begleitende Arbeit machen und mit allen Unterstützer*innen, die mit ihrem Beitrag es möglich machen, dass wir hier sein können und jeden Tag aufs Neue Menschlichkeit leben können. (Photos von den Betroffenen bewilligt)

Herzlichen Gruß aus Lesbos, Doro und Helga

Unterstützung bitte an Doro Blancke AT93 3842 0000 0002 7516 Betreff: Lesbos, oder AT30 2021 6216 9756 3700 Helga Longin/Unser Bruck hilft, Betreff: Lesbos

#Menschenrechte #EU #EvakuierungJetzt #WirHabenPlatz #safeThem #lesbos #Moria #KaraTepe #Menschen #Menschlichkeit

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